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Anwendungsbereich Wohn- und Gewerbebau

Regenwassermanagement für Wohn- und Gewerbebau

Städte sind Orte der Vielfalt. Hier finden unterschied­liche Menschen, Bauarten und Wirtschaftszweige zusammen und formen so ihr eigenes Stadtbild. Neubaugebiete treffen auf Supermärkte und Einkaufs­zentren, Arztpraxen entstehen neben Büro­gebäuden und Gewerbebauten.

Mit dem Städtebau gehen auch neue Herausforder­ungen an das Regenwassermanagement einher. Durch die Siedlungserweiterung und -verdichtung und dem daraus resultierenden Anstieg der Flächenversiegelung entstehen höhere Abfluss­spitzen und -volumen. Eine zentrale Sammlung oder Ableitung von Regenwasser ist durch die Komplexität und Anordnung moderner Infrastrukturen oftmals nicht mehr möglich. Überlastete Kanalnetze und zunehmende Starkregenereignisse führen daher immer häufiger zu Über­schwemmungen. Der Leitgedanke einer blau-grünen Infrastruktur sollte daher in keiner Planung fehlen.

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Anforderungen beim Regenwassermanagement von Wohn- und Gewerbebauten

Bei der Wahl eines geeigneten Entwässerungssystems für den Wohn- und Gewerbebau spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Es gilt das Zusammenspiel von Nieder­schlag, Wasserabfluss, Überflutung und Bebauung zu berück­sichtigen. Außerdem müssen diverse Normen und Richtlinien zum Umgang mit Regenwasser eingehalten werden (DWA M-153, DWA A-102, DWA A-138, DIN 1986-100, EN 752 und weitere). Hinzu kommt, dass die regelmäßig anfallenden Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten eine technisch realisierbare und zeitgleich kosteneffi­ziente Lösung fordern.

Anforderungen bei Wohnbau bzw. Neubaugebieten

Wohnbauten stellen nicht nur Rückzugsort und Lebens­mittelpunkt vieler Menschen dar, sondern prägen auch das Stadtbild. Daher gilt es bei der Planung des Regenwassermanagements von bestehenden Wohnbauten oder Neubaugebieten folgenden Anforderungen zu beachten:

Zuverlässige Oberflächenentwässerung:

Das Entwässerungssystem muss alle Niederschläge rund um das Wohngebäude zuverlässig sammeln und ableiten können. Von der Ter­rasse über die Fassade bis hin zu Tiefgaragen und Wegen.

Regenwasser vor Ort versickern, verdunsten oder nutzen

Ziel ist es, den Niederschlag vor Ort versickern oder verdunsten zu lassen. Eine weitere Möglichkeit ist es das Wasser wieder zu verwenden. Dies fördert die intelligente Flächennutzung und die Effizienz der blau-grünen Infrastruktur.

Regenwasser reinigen

Bevor der Niederschlag versickert oder genutzt werden kann ist eine Regenwasserbehandlung nötig. So kann eine Belastung des Bodens und Grundwassers mit Schadstoffen verhindert werden.

Weitere Anforderungen:

Barrierefreier Eingang Haustür Wohnanlage
Schutz des Gebäudes:

Das Gebäude muss dauerhaft vor Niederschlag, stehendem oder drückendem Wasser geschützt sein. Anfallende Niederschläge müssen sicher und zuverlässig abgeleitet werden.

Filigrane Entwässerung für den Eingangsbereich
Ästhetische Einbindung in das Baukonzept:

Jedes Gebäude ist individuell und hat seinen eigenen Charakter, den es zu unterstreichen gilt.
Die Entwässerungslösung muss sich daher funktional und ästhetisch in die Gebäude-Architektur und das urbane Umfeld integrieren.

Barrierefreie Entwässerungslösung mit Kinderwagen begehbar
Barrierefreie Übergänge:

Damit alle Wohnbereiche ohne Einschränkung erreichbar sind, werden Übergänge und Schwellen immer häufiger barrierefrei geplant und umgesetzt. Dabei muss selbstverständlich auch die Bausubstanz vor Niederschlag geschützt werden.

Dirk Kimmel, Projektingenieur bei HAURATON

„Bei der Planung und Realisierung von Entwässerungs­lösungen für Wohn- & Gewerbebauten müssen viele Anforderungen berücksichtigt werden. Ich unterstütze Sie gerne in allen Projektphasen – vom Entwässerungs­gesuch über die hydraulische Berechnung bis hin zum Einbau.“

Anforderungen bei Gewerbebauten

Gewerbebauten stellen ebenfalls hohe Anforderungen an die Entwässerung. Neben sicheren Lösungen für schwerbefahrene Gewerbeflächen spielt auch der Gewässer- und Grundwasser­schutz eine wichtige Rolle.

Belastungen durch Schwerlast abfangen:

Das eingebaute System muss den hohen dynamischen Kräften durch überfahrende Schwerlastfahrzeuge standhalten.

Hohe Abwassermengen ableiten:

Durch die zunehmende Flächenversiegelung können Regenfälle schnell zu sehr hohen Abflussmengen führen. Das Entwässer­ungssystem muss diese große Mengen Niederschlagswasser ableiten können.

Filtration von Schadstoffen:

In Urbanen Räumen kommt das Niederschlagswasser mit Schadstoffen, wie Reifenabrieb und Schwermetallen, in Kontakt. Filtrationsrinnen sammeln das Oberflächenwasser sicher und reinigen es gleichzeitig von Verunreinigungen. Das Wasser kann im Anschluss bedenkenlos versickert oder in eine Vorflut abgeleitet werden.

Langlebigkeit & einfache Wartung:

Die installierten Rinnen müssen über eine lange Lebenszeit verfügen. Die Wartung und Instandhaltung sollte im laufenden Betrieb stattfinden können.

Lösungswege für ganzheitliches Regenwassermanagement bei Wohn- und Gewerbebau

Es gibt zwei unterschiedliche Herangehensweisen mit verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, um ein ganzheitliches Regenwassermanagementkonzept für Wohn- und Gewerbebau zu planen.

Lösungsweg 1: Entwässerungsrinne ohne Filtersubstrat

Produktdarstellung eines FASERFIX SUPER Entwässerungssystems

Leistungsstarke Rinnensysteme für maximale Verkehrssicherheit bis Belastungsklasse F 900 nach EN 1433.

  • Durch eine belebte Bodenzone können große Wassermengen aufgefangen, zwischengespeichert und versickert werden. Schadstoffe werden im Erdreich gebunden. Nachteil: Großer Platzbedarf, hoher Pflegeaufwand, wenig Kontrolle über die Reinigungsleistung und stark belastetes Erdreich.

  • Durch den Eintrag von einem technischen Filter in die Grünmulde kann das Wasser effizient vorgereinigt werden. Die maximal 30 cm hohe Filterschicht in der Mulde hält die Schadstoffe an der Oberfläche zurück und die Mulde kann deutlich kleiner ausgeführt werden. Zudem bedarf es weniger Pflegeaufwand.

Lösungsweg 2: Entwässerungsrinne mit Filtersubstrat

Produktdarstellung einer DRAINFIX CLEAN Filtersubstratrinne

In die Verkehrsfläche integrierte, schwerlastbefahrbare Entwässerungsrinne mit Filtersubstrat wird am Ende der Parkreihe oder zwischen zwei Stellflächen eingebaut. Bewirkt eine optische Trennung und kann gleichwohl überfahren und begangen werden.

  • Niederschlagswasser von Verkehrsflächen kann unter anderem zur Bewässerung von Baumgruben genutzt werden. Durch die Vorreinigung in der Filtersubstratrinne, kann das Regenwasser den Pflanzen direkt zugeführt werden.

  • In Kombination mit dem DRAINFIX BLOC 300 kann das vorgereinigte Wasser im Anschluss versickern. Durch das mögliche Retentions­volumen in der Rinne kann die Versickerungs­rigole vom Volumen gegenüber anderen Systemen kleiner dimensioniert werden.

  • Durch die Vorbehandlung des Niederschlags­wassers kann eine Zwischenspeicherung und Wiederverwendung des Wassers problemlos sichergestellt werden.

Produktvergleich für Wohn- und Gewerbebau

Produktabbildung DACHFIX STEEL Fassadenrinne
Produktabbildung FASERFIX KS
Produktdarstellung eines FASERFIX SUPER Entwässerungssystems
Produktdarstellung einer DRAINFIX CLEAN Filtersubstratrinne
DACHFIX STEEL
FASERFIX KS
FASERFIX SUPER
DRAINFIX CLEAN
Norm- und regelgerechte Entwässerung für Fassaden, Flachdächer, Balkone und Dachterrassen
Leistungsfähige Entwässer­ungsrinne für gewerbliche Bereiche mit Pkw-, Lkw-, und Fußgängerverkehr
Robustes Entwässerungssystem für gewerbliche Bereiche mit extremen Belastungen durch Schwerlastverkehr
Regenwasserbehandlung durch Filtersubstratrinne – System für Verkehrsflächen aller Art
Belastungsklasse nach EN 1433
Belastungsklasse nach EN 1433
A 15
bis F 900
bis F 900
bis F 900
Überfahrungsfrequenz
Überfahrungsfrequenz
Belastungsdynamik
Belastungsdynamik
Nennweite | Systemgröße
Nennweite | Systemgröße
115, 135, 155, 205, 255
NW 100 – 300
NW 100 – 500
NW 200-500
Material des Rinnenunterteils
Material des Rinnenunterteils
Verzinkter Stahl oder Edelstahl
Faserbewehrter Beton
Faserbewehrter Beton
Faserbewehrter Beton oder Polypropylen (PP)
Angle housing
Angle housing

Verzinkte Stahl- oder Edelstahl-Zarge mit 20 x 20 mm Einlegetiefe

Verzinkte Stahl- oder Guss-Zarge mit 40 x 40 mm Einlegetiefe

Je nach Ausführung mit FASERFIX oder RECYFIX:
Verzinkte Stahl- oder Guss-Zarge mit 40 x 40 mm Einlegetiefe

Abdeckungsvarianten
Abdeckungsvarianten

– Stegroste
– Design Stegrost FIBRETEC
– Gitterroste
– Längsstabroste
– Lochroste
⇒ Aus Kunststoff, verzinktem Stahl oder Edelstahl

– (Doppel) Stegroste
– Design Stegrost FIBRETEC und METROPOLIS
– Lochroste
– Längsstabroste
– Gitterroste
– Gussroste
⇒ Aus Guss, Kunststoff, verzinktem Stahl, Edelstahl

– Guss-Stegroste
– GUGI-Guss-Gitterroste

– Guss-Stegroste
– GUGI-Guss-Gitterroste

Spezielle Merkmale
Spezielle Merkmale

– Ausführung in Anlehnung an Normen & Richtlinien
– Praktische Höhenverstellung
– Rinne in flacher Ausführung möglich
– Einfacher Entwässerungsanschluss durch Perforation in der Rinnensohle
– Bauseitiger Anschluss schützt Gebäude dauerhaft vor stehendem oder drückendem Wasser
– Barrierefreie Übergänge

– Schraubloser Schnellverschluss SIDE-LOCK
– 10-fache Fixierungsmöglichkeit der Abdeckung pro Meter
– Extra dicke Seitenwände

– Schraubloser Schnellverschluss SIDE-LOCK
– 16-fache Fixierungsmöglichkeit der Abdeckung pro Meter
– Werksseitige Kreuz- und T-Elemente möglich

– Regenwasserbehandlung durch Oberflächenfiltration
– Großes Retentionsvolumen
– DIBt-Zulassung Z-84.2-7
– DWA-A 102: 97% Wirkungsgrad
– DWA-M 153: Wirkungsgrad D=0,06

Bei der Planung und Ausführung von Wohn- und Gewerbebauten gibt es viele Besonderheiten zu berücksichtigen. Wir finden für jeden Anwendungsfall das passende Produkt und unterstützen Sie mit unserer Expertise!

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Wir unterstützen Sie gerne als Experte für Komplett­lösungen bei Ihrem Projekt im Wohn- und Gewerbebau. Neben der hydraulischen Berechnung, Planung und Umsetzung einer geeigneten Entwässerungslösung bieten wir Ihnen auch kundenindividuelle Sonderlösungen.

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