Sauberes Grundwasser als oberstes Gebot
Die Versickerungsmulde ist an eine Fläche angeschlossen, die mittelstark bis stark frequentiert wird. Stapler- und LKW-Verkehr hinterlassen dabei Reifenabrieb und andere Schadstoffe, die mit dem Regenwasser von der Fläche abgetragen werden. An den beiden Einlaufstellen der Mulde wurde bei einer routinemäßigen Kontrolle festgestellt, dass sich in diesen Bereichen Schwermetalle konzentrieren und die Schadstoffe dort bereits in tiefere Bodenschichten vorgedrungen sind.
Um einer Grundwasserverunreinigung vorzubeugen, mussten die belasteten Bodenschichten abgetragen und sachgerecht entsorgt werden. Denn als oberstes Gebot gilt immer, eine Überschreitung der Vorsorgewerte gemäß der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung zu verhindern.
Langfristige Funktionsfähigkeit im Fokus der Sanierung
Für die Sanierung der Versickerungsmulde sollten die Empfehlungen des Arbeitsblatts DWA-A 178 berücksichtigt werden. Das Arbeitsblatt empfiehlt den Einsatz eines technischen Filtersubstrats für eine gleichmäßige Auslastung des Retentionsbodenfilters. Das Filtersubstrat sollte dabei möglichst keine bindigen Anteile enthalten, um eine homogene Durchströmung zu gewährleisten. Für die Bauherren war zudem wichtig, dass das eingesetzte Filtersubstrat auch bei langen Betriebszeiten seine Wirksamkeit beibehält.
Für eine langfristig wirksame Versickerungsmulde ist daher ein Filtersubstrat erforderlich, das seine Filtereigenschaften über einen langen Zeitraum beibehält. Solange sich die Schadstoffe an der Oberfläche der Mulde konzentrieren, bleibt die Funktion der Versickerungsmulde erhalten. CARBOTEC 10 ist ein carbonathaltiges Filtersubstrat für die dauerhafte Abtrennung von Schadstoffen nach dem Wirkprinzip der Oberflächenfiltration. Es ermöglicht lange Betriebszeiten bei geringem Pflege- und Wartungsaufwand.
Überprüfung der Sanierungsmaßnahme bestätigt sehr hohe Reinigungsleistung von CARBOTEC 10
Drei Jahre nach der umfangreichen Sanierung der Versickerungsmulde in Ötigheim wurde eine externe Überprüfung der Funktion des technischen Filtersubstrats in Auftrag gegeben. Im Januar 2024 erfolgte eine Beprobung in Zulaufnähe. Etwa 2 m vom Zulaufkanal entfernt wurde ein rund 60 cm tiefes Bodenprofil ausgehoben und schichtenweise beprobt.
Die Analysen zeigten, dass sich 99,7 % des insgesamt akkumulierten Zinks im Sediment und in den obersten 20 cm des Filtersubstrats befanden. Lediglich 0,3 % wurden in den darunterliegenden Filterschichten nachgewiesen. Die Ergebnisse bestätigen damit die erfolgreiche Sanierung der Versickerungsmulde und die Funktion von CARBOTEC 10 als technisches Filtersubstrat.
Vergleich der Muldenbelastung von Oktober 2020 (links) und Januar 2024 (rechts): Trennscharf hebt sich die abfiltrierte Schadstofflast vom darunterliegenden technischen Filtersubstrat ab. Es hat keine Tiefenverlagerung von Zink mehr stattgefunden.
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